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Sie ist das wohl wichtigste Thema der Welt. Und noch dazu der Ursprung allen Seins. Sie hat uns schon immer beschäftigt und wird es immer tun. Ob jung oder alt, groß oder klein, dick oder dünn, klug oder dumm, gesund oder krank: Mindestens einmal im Leben sind wir ihrem faszinierenden Wesen ausgesetzt. Sie kann uns beglücken, für ekstatische Höhenflüge sorgen und bereichern. Doch kann sie uns gleichermaßen ins Unglück treiben und seelische Abgründe auftun. Die Rede ist - natürlich! - von der Liebe. Niemand kann ihr entrinnen - so sehr er es auch versucht. Intrigen und Eifersuchtsdramen waren schon immer Auslöser für bisweilen jahrzehntelange Streitigkeiten und Kriege. Was mit biologischen Instinkten begann, wird heute gern anders definiert. Liebe ist grenzenlos, und jeder Mensch hat eine andere Vorstellung von diesem Begriff. Liebe bedeutet Leidenschaft und Leiden, Freude und Schmerz, Stolz und Ehrfurcht, Opfer bringen und Selbstaufopferung. Sie ist vielseitig und vielschichtig. Ob hetero- oder homosexuelle Liebe, Verbundenheit zwischen Eltern und Kindern, zwischen Geschwistern, Nächstenliebe, Freundschaft, Liebe zu Dingen und Prinzipien, die Liebe zu Gott oder ideologische Liebe: Die Kunst des Liebens ist ein hartes Brot, an dem wir uns oft die Zähne ausbeißen. Der Autor des gleichnamigen Buchs (Erich Fromm, Die Kunst des Liebens) setzt zwei entscheidende Faktoren für Liebe und Lieben voraus: Wissen und Bemühen. Seiner Ansicht nach ist die Liebe nicht nur ein schönes Gefühl, dem man sich hingibt: Die Fähigkeit, aktiv zu sein, ist entscheidend. Das bedeutet auch, aktiv zu lieben. Dies sei unabdingbar für das Funktionieren von Liebe. Liebe ist allgegenwärtig. Aber ist sie real oder nur eine schöne Illusion? Und auf welche Weise(n) kann sie gelebt werden? Sollte man um seine Liebe kämpfen oder sollte man die Liebe besser ziehen lassen?
70 Bild- und Textautorinnen sowie -autoren berichten in der Anthologie Liebe ... und Liebe lassen von und über die Liebe aus ihrer ganz eigenen Sicht. Sie reflektieren über das Vergangene, das nicht mehr zu ändern ist, über die Zukunft, die niemand vorhersagen kann, und über das Jetzt, das so wunderschön oder so schmerzvoll sein kann. Sie erzählen von ihrer ersten Liebe, von Hassliebe und Trennungen, sie geben ihre Lebens- und Liebesweisheiten preis. Sie schreiben über die Liebe zu einem oder mehreren Menschen, über die Liebe zu Gott oder zu Dingen und Gegebenheiten. 
Eine Autorin erzählt von der Liebe zum Meer, wie es wogt und tost, wie es sie mit seinem ungestümen Temperament und seiner gnadenlosen Gewalt in seinen Bann zieht. Ein junger Autor schreibt von der Liebe zur Stadt, die auf den ersten Blick immer gleich erscheint und doch so viele Facetten in sich birgt, denen man nur bei aufmerksamer Betrachtung gewahr wird. Auf der Selbstfindungssuche durchstreift er sie, die unberechenbare Stadt. Eine andere Autorin wiederum sieht in der Stadt eine Art Deus ex machina, der in das Geschehen eingreift und zwei Menschen manipulativ zur Liebe verhilft. Und für einen weiteren Schriftsteller ist die Liebe wie ein heißer Kochtopf, den man auf eine kalte Platte gestellt hat. Mit der Zeit ist er natürlich abgekühlt. Doch erwärmt man die Platte, kann man zusehen, wie der Topf allmählich heißer wird … Während Liebe für manchen gleichzusetzen ist mit Treue, empfindet ein anderer sie hingegen lediglich als temporären Zeitvertreib. Und bisweilen muss man auf Reisen gehen, fernab der Heimat sein, um Liebe wiedererlangen. Manchmal muss man auch für immer gehen, der Liebe entfliehen, weil sie erdrückt. Und manchmal ist alles, was von der Liebe übrig bleibt, nur eine Tanzmelodie …
Ein Sprichwort besagt: Liebe heißt Leben. Dies ist wohl allen Formen der Liebe gemeinsam. So sehr sich die Sichtweisen und Perspektiven der Autoren in diesem Buch auch unterscheiden, es gibt eine Sache, eine Form von Liebe, die alle miteinander teilen: Die Liebe zum Schreiben. Und die spürt man - in jedem einzelnen Beitrag. *** Produktinformation - Broschiert: 372 Seiten
- Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (19. November 2009)
- ISBN-10: 3839132185
- ISBN-13: 978-3839132180
- Größe: 22 x 15,4 x 2,4 cm
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Das sagen andere zum Buch Gaby Bessen 11. August 2010 Mit der Liebe ist es wie mit einem Zug. Man steigt ein und hat ein Ziel, aber ob man auf direktem Weg oder über Umwege zum Ziel gelangt, bleibt ein Risiko ... Ähnlich ergeht es den siebzig Autorinnen und Autoren in ihren Schilderungen über die Liebe und ihre unzähligen Facetten. Höhen und Tiefen, Glück und Leid, Tränen und Schmetterlinge im Bauch spiegeln sich wider in den Kurzgeschichten und Gedichten dieser Anthologie „Liebe…und Liebe lassen“, herausgegeben von Anja Polaszewski. Ein Foto von Anja Polaszewski (Seite 173) fasst es wunderbar zusammen: „Liebe will riskiert werden“. Jeder neue Tag fordert uns auf, dieses Risiko neu auf uns zu nehmen, wenn wir bereit zur Liebe sind. Ein Buch sowohl mit Tiefgang als auch zur Erheiterung, das jeder, der offen für die Liebe ist, besitzen sollte und sicher immer wieder gern zur Hand nimmt. Safi: "Ach ja, die Liebe" 3. Januar 2010 "Liebe ... und Liebe lassen" -- ein Buch, das wirklich die ganze Vielschichtigkeit des Themas "Liebe" wieder spiegelt. Neben Geschichten, die extrem zum Widerspruch reizen, finden wir einige, die tief unter die Haut gehen aber auch solche, bei denen man herzhaft lachen kann. Genau so zahlreich wie die Autoren sind die Stilrichtungen der kleinen Kunstwerke in Wort und Bild. Vielleicht hätte es das Gesamtwerk noch gefälliger erscheinen lassen, wenn die lyrischen Kostbarkeiten zwischen die Kurzgeschichten eingestreut worden wären, statt sie ganz am Anfang einander folgen zu lassen. Dass das den Lesegenuss nicht trübt stellt man ganz schnell fest, wenn man sagt: nur noch eine Geschichte -- ach na gut, die nächste schaffe ich auch noch -- und schon taucht man wieder ein, bis der Taxifahrer entnervt Sturm klingelt ... ***
Vielen Dank an die Rezensenten! (Hinweis: Die vorliegenden Lesermeinungen finden sich auch auf Amazon.)
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